Samba de roda

Samba de roda ist eine einfachere musikalische Variation des Samba, welche - wahrscheinlich im 19. Jahrhundert - im brasilianischen Bundesstaat Bahia entstand. 

Samba de roda ist ein afro-brasilianischer Musikstil, der mit einem Tanz und dieser wiederum mit der Capoeira verbunden ist. Er wird von einem "Orchester" aus Pandeiro, Atabaque, Berimbau, Gitarre und Glocken gespielt und von Gesang und Klatschen begleitet. 

Samba de roda ist eine Mischung aus Musik, Tanz, Poesie und Fest und ist in ganz Bahia, aber vorallem im Recôncavo, Salvador zu finden. Der Rhythmus verbreitete sich außerdem über weitere Teile des Landes wie Pernambuco und Rio de Janeiro. 
Rio de Janeiro (zu dieser Zeit brasilianische Hauptstadt) wurde als Welthauptstadt des brasilianischen Sambas bekannt, da sich dort der Samba weiterentwickelte und seine artistische Vielfalt erlangte.
In den urbanen Regionen wurde der Samba de roda zu einer Bewegung von hohem sozialem Wert für die Schwarzen, welche zu dieser Zeit unter polizeilicher Verfolgung und sozialer Zurückweisung litten. 
Die Äußerung der schwarzen Kultur wurde oft als vermeintliche Verletzung der moralischen Werte, als einfaches Geschrei oder sogar als dämonische Rituale angesehen, welches das verzerrte Bild der Rassisten in Bezug auf den Candomblé (der religiöse Ausdruck der Schwarzen, der einen sehr hohen Stellenwert für ihr Volk hatte) widerspiegelte.