Instrumente

Die Musik ist einer der grundlegenden Aspekte der Capoeira. Wann genau sie Teil der Capoeira wurde ist nicht bekannt, aber der ursprüngliche Zweck war es, die Sklavenherren und Polizei zu täuschen. Die Sklaven ließen diese glauben, dass sie nur singen und tanzen während sie in Wirklichkeit Tritte übten um sich zu verteidigen. 

Die Musik bestimmt außerdem den Rhythmus und die Art des Spiels welches in der Capoeira-Roda gespielt wird.


Die Instrumente der Capoeira wurden nach und nach hinzugefügt, was sich auf die unterschiedlichen Herkünfte schließen lässt. Das Berimbau z. B. ist afrikanisch und die Atabaque arabisch. 

Die "bateria" (Bezeichnung für das "Orchester") kann je nach Capoeira-Gruppe unterschiedlich sein.

Bei ABADÁ-Capoeira besteht die "bateria" aus sechs Instrumenten. 


  • Berimbau Viola - spielt hauptsächlich Variationen zu dem von der Gunga vorgegebenen Rhythmus. Der Klang ist hoch und improvisiert.
  • Berimbaum Médio - stellt den Gegenpunkt, die Antwort, zur Gunga dar. Der Klang ist "mittel" und vervollständigt den Rhythmus der Gunga.
  • Berimbau Gunga - das leitende Instrument in der Roda. Sie gibt den Rhythmus, zu dem gespielt wird, vor. Der Klang ist tief und imposant und wird betont gespielt. 


Atabaque - Perkussionsinstrument, welches die Berimbaus unterstützt den Takt zu halten. In der Capoeira wird die Atabaque außerdem bei anderen kulturellen Vorführungen verwendet. Bei Maculelê, Jongo und Puxade de rede werden eine bis drei Atabaques eingesetzt. 


Pandeiros - wurden bei der Capoeira schon lange vor der Atabaque verwendet. Man kann bereits mit einem Berimbau und Pandeiro (die ursprüngliche "bateria" von Mestre Bimba) eine Roda machen.



Agogô - vervollständigt die Perkussion